Bereits am 23.03.2013 feierte der Niedersächsische Landesverein für Familienkunde e. V. seinen 100jähriges Bestehen. Hierzu war ich als DAGV-Vorsitzender eingeladen, konnte aber wegen meiner Reise nach Salt-Lake City nicht daran Teilnehmen. Aus diesem Grunde wurde mein Kurzvortrag verlesen, wofür ich mich sehr bedanke. Wie ich höre, war dies eine sehr schöne, feierliche und gut besuchte Veranstaltung, zu der der ehemalige Präsident des Niedersächsischen Landtages, Jürgen Gansäuer, den Festvortrag unter dem Titel “Zukunft braucht Vergangenheit” hielt. Hier mein Kurzvortrag 100 Jahre NLF , veröffentlicht wurde ein Grußwort in der Festschrift 100 Jahre NLF .
100 Jahre Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde
Auf Einladung war ich heute auf der 100-Jahrfeier der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde (WGfF) in Köln zu Gast. Die Festveranstaltung, die vom Vorsitzenden Volker Thorey eröffnet wurde, fand in der Kölner Wolkenburg statt und war sehr gut besucht. Einer der Bürgermeister der Stadt Köln hielt ein Grußwort.
Vorgelegt wurde eine beeindruckende und mit 300 Seiten sehr umfängliche Chronik des vergangenen Jahrhunderts der Vereinsgeschichte. Mir ist es eine besondere Ehre, mit einem Grußwort hierin vertreten zu sein. Das Grußwort finden Sie hier Grußwort zum 100 jährigen Bestehen der WGfF Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Herrn Martin Zwilling M.A. von der Humboldt-Universität, der sich kritisch mit der Vergangenheit der genealogischen Vereinigung auseinandersetzte und zugleich den vielbeachteten Festvortrag hielt. Zum Abschluss wurde die Oidtman-Medaille an den langjährigen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Herrn Adolf Paul Quilling verliehen.


Besonders gefreut habe ich mich, den ehemaligen DAGV-Vorsitzenden Dr. Jörg Füchtner zu treffen, der mit 16 Jahren bis heute der längst amtierende Vorsitzende ist. Mit auf dem Foto Herr Alfred Strahl. Eine große Freude war mir das Zusammentreffen mit Herrn Bernhard F. Lesbar, der viele Jahre Beiratsmitglied der DAGV war und in Köln als Ehrenvorsitzender der WGfF teilnahm.
Das anschließende Mittagessen bot die Möglichkeit zu eingehenden Gesprächen. Danach besuchte ich den Standort des am 03.03.2009 um 14:00 h eingestürzten Kölner Stadtarchiv. Da ich recht früh in Köln war, stand natürlich auch ein Besuch im Kölner Dom auf dem Programm – hier ein Foto vom Nachmittag.
Weitere Fotos und Eindrücke sollen folgen.
Berichterstattung in den Leine-Nachrichten
Am vergangenen Samstag, den 06.03.2013 erschien auf Seite 3 der Leine-Nachrichten (Beilage zur Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, HAZ) ein Bericht von Astrid Köhler unter der Überschrift: “Laatzener bestaunt Bergschatz.” Der Artikel findet sich hier Leine-Nachrichten 06.04.2013, S.3
Zurück in der “Alten Welt”
Nach zwei Wochen Aufenthalt in den USA bin ich nun wieder zurück in der „Alten Welt“, wieder zurück in der Heimat. Eine unglaublich vielschichtige, spannende und zugleich sehr lehrreiche Reise liegt hinter mir, deren Substanz so groß ist, dass es Zeit brauchen wird, alle neuen Erkenntnisse und Ideen zu verarbeiten. Ich werde dies in einem privaten Reisebericht sowie in Fachbeiträgen tun.
Meine Reise unter der großen Überschrift „Genealogie“ teilte sich in die drei Bereiche Konferenz (APG Conference und RootsTech Conference in Salt Lake City mit einem professionellen Blick zurück und zugleich voraus in die Zukunft der Familiengeschichtsforschung), danach Besuch einer Metropole (New York City mit Big Business in einer unglaublichen Großstadt gemeinsam mit einem Cousin) sowie abschließend Besuch der Großfamilie (zum Osterfest beim starken Ast unserer amerikanischen Verwandten in Ohio als einer Art „coming home“).
Mit über 7.300 Besuchern war die 3. RootsTech die bislang größte Genealogie-Veranstaltung in Amerika und ich gehe davon aus, dass diese im nächsten Jahr (06.-08.02.2014 an gleicher Stelle) sogar noch wachsen wird. Besonders freuen mich die konkreten Arbeitsergebnisse der RootsTech und der vielen Gespräche vor Ort. Die RootsTech war anders aufgebaut als Veranstaltungen in Deutschland: viel lockerer, sehr informativ und es bot sich ohne Einstiegshürden für jeden Interessierten etwas. Im Zentrum der konkreten Ergebnisse meines Besuchs steht die Erklärung von Salt Lake City mit dem amerikanischen Dachverband der Federation of Genealogical Societies (FGS). Deren Präsident D. Joshua Taylor ist durch die NBS-Sendung „Who do you think you are“ (WDYTYA) derzeit in den USA sehr bekannt und ein prima Typ. Ziel der Vereinbarung ist eine Intensivierung der Zusammenarbeit unserer beiden Dachverbände DAGV und FGS. Weitere wichtige Impulse ergaben sich durch Kontakte zur Association of Professional Genealogists (APG).
Declaration of Salt Lake City FGS Voice – Press release
Besonders interessant waren auch die Gespräche mit Herrn Dennis C. Brimhall, dem Chef von FamilySearch International. Die „Deutschen“ sind nun nach meinem Besuch des Internationalen Kongresses der CIGH im September 2012 im niederländischen Maastricht, auf der ich die DAGV und den BdF vertreten durfte, nun auch durch die RootsTech-Kontakte auf internationaler Ebene wieder gut vertreten. Kontakte zu Genealogen aus den USA, Australien und Norwegen zeigen anhand erster Anfragen konkrete Früchte. Natürlich habe ich groß Werbung für unseren 65. Deutschen Genealogentag gemacht, der vom 27. bis 29. September 2012 in Heidelberg stattfindet. Erste Zusagen liegen mir aus den Niederlanden und den USA vor. Das lässt ja hoffen! Zum Schluss noch einige Aufnahmen mit D. Josh Taylor, Cindy Howells, Thomas MacEntee sowie meiner Rede zum FGS Luncheon.
Zum Foto mit Thomas MacEntee muss ich bemerken, dass es in der Community der Genealogie-Blogger in Amerika üblich ist, sich gegenseitig Ketten zu verkaufen, zu verschenken oder zu tauschen, um sichtbar zu machen, dass man zum einen dazu gehört und zum anderen bereits auf vielen Genealogie-Veranstaltungen war. Mir wurde eine solche Kette ehrenhalber überreicht, was man im Gespräch mit den SistasInZion gut sehen kann. Thomas MacEntee ist auf jeden Fall in seiner Ketten-Pracht unschlagbar! Wir sollten auch so eine Tradition in Deutschland für unsere Blogger einführen, oder nicht?
Interview auf der RootsTech mit Sistas in Zion
Gespräch mit Dick Eastmann
Der Tag beginnt mit leichtem Schneefall und einem VIP Breakfast um 07:00 Uhr, auf dem ich wieder wunderbare Leute kennenlernen habe. Am Nachmittag folgte ein Gespräch mit dem sehr bekannten US-Blogger Dick Eastman aus Massachusetts
Am nunmehr zweiten Tag entspannt sich die Lage der Besucher sehr, gestern war es doch extrem voll. Ich nutze die Zeit, um auch mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Um 12:00 Uhr folgt eine besondere Einladung der Federation of Genealogical Societies (FGS), auf der mich der dortige Präsident Josh Taylor den rund 300 Gästen vorstellt und mich (spontan) zu einer Rede in der Landessprache einlädt. Ich glaube, dass es mir ganz gut gelungen ist. Josh Taylor und mir ist der Austausch unserer beiden Dachverbände sehr wichtig. Natürlich lade ich die Gäste zum Deutschen Genealogentag nach Heidelberg ein. Erzählen muss ich noch, dass mit mir am Ehrentisch nicht nur der Präsident, sondern auch Cyndi Ingle Howells saß, die berühmte Autorin von “Cindi’s List of Genealogy Sites on the Internet!” Wieder einmal eine Veranstaltung, die einzigartig war.
RootsTech Report 21.03.2013
Heute Nachmittag war es dann soweit, ich konnte mit dem Filmteam im Media Hub eine kurze Aufnahme machen, um aktuell aus Salt Lake City zu berichten. Es hat richtig Spaß gemacht und ich habe mich gefreut, dass wir frühzeitig einen Termin vereinbart haben.
Natürlich könnte ich über sehr viele Details der RootsTech berichten. Wegen des großen Medienandranges ist es aber nicht möglich, dass ich einen kompletten Rundgang in der Ausstellung mache, zumal nach dem Dreh das Material auch noch geschnitten werden müsste. Aber ich glaube, als kleiner Eindruck ist das schon okay.
RootsTech-Interview
Heute Nachmittag habe ich ein Gespräch mit Pat Richley-Erickson geführt. Sie ist eine sehr bekannte Bloggerin für Genealogie in den USA. Sie kam spontan auf mich zu und fragte, nachdem Sie hörte, dass ich aus Deutschland komme, ob Sie mich interviewen dürfte. Da habe ich natürlich nicht gezögert, weil es unhöflich wäre, einer Dame einen Korb zu geben. Tausend Dank an das Team im Media Hub, ganz besonders Brandon Habermeyer für seine großartige Hilfe.
RootsTech beginnt
Endlich komme ich zum Schreiben. Am Dienstag hatte ich das einzigartige Vergnügen The Granite Vault zu besuchen, in dem die Verfilmungen wichtiger genealogischer Daten gelagert sind.
Natürlich habe ich auch bereits der Family History Library einen Besuch abgestattet.
Am Dienstag und Mittwoch war ich zu Gast auf der APG Conference der Association of Professional Genealogists (APG), dem Verband der Berufsgenealogen. Eine sehr interessante Veranstaltung. Gestern stand u.a. der Besuch des Great Salt Lake auf dem Programm. Zu berichten gibt es derart viel, zumal aus den Gesprächen mit höchst interessanten Personen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. All das zu ordnen und zu strukturieren wird meine Aufgabe nach meiner Rückkehr sein. Ganz besonders perspektivisch dürfte der Kontakt zu Joshua Taylor sein, dem Präsidenten des amerikanischen Dachverbandes der Federation of Genealogical Societies (FGS), mit über 500 Mitgliedern in den USA sein.
Heute nun beginnt die RootsTech
unter dem Motto Where families connect. Eröffnungsrede wird Dennis Brimmhall, der CIO von FamilySearch halten. Sollte die Zeit vorhanden sein und die Technik funktionieren, werde ich berichten. Wie ich höre werden über 7.000 Gäste erwartet, die ihren Weg nach Salt Lake City gefunden haben. Nachdem es in den vergangenen Tagen recht mild, fast frühlingshaft war, kamen heute dicke Schneeflocken hinzu.
Glücklicherweise hatte ich mich schon gestern Abend angemeldet, so dass ich mich nicht mehr in die langen Schlangen stellen musste. Die Eröffnung mit etwa 3.500 bis 4.000 Gäste in der größten Halle war große Show im allerbesten Sinne des Wortes. Was ich sonst nur von der CeBIT in Hannover kannte, große Präsentation und lockerer Vortragsstil (hier alle ohne Krawatte) kann also auch beim Thema Genealogie gelingen. Komplett undenkbar, dass der oberste Repräsentant des Veranstalters über die Geschichte seiner Familie berichtet, untermalt mit Fotos und sehr persönlichen Betrachtungen. Dieses “etwas andere” zog sich durch das gesamte Konzept der RootsTech, sowohl in den durchweg gut besuchten Vorträgen als auch in der riesigen Ausstellung mit ganz unterschiedlichen Teilnehmern. Dort finden sich natürlich die Größen der Branche, hier als “Industrie” bezeichnet, wie FamilySearch, ancestors.com, MyHeritage oder Findmypast. Neben den einzelnen lokalen und überregionalen genealogischen Vereinigungen findet man hier auch Firmen, die problemlos auch auf unsren Deutschen Genealogentagen oder regionalen Veranstaltungen antreffen könnte. Völlig überraschend allerdings der Fan Stuff Shop on Genealogy. Also doch Humor in der Genealogie. Ich erinnere mich daran, dass ich in der Family History Library Folgendes gelesen habe: “Mein Großvater starb im Alter von drei Jahren und wir wissen nicht mehr darüber …”
Salt Lake City
Nach einem wunderbaren Flug bin ich gestern Nachmittag Ortszeit gut in Salt Lake City angekommen. Ich hatte gedacht sehr müde anzukommen, aber das war nicht der Fall. Die insgesamt 14 Stunden ab Hannover vergingen “wie im Flug”. Heute heißt es erst einmal richtig ankommen, obwohl schon gestern erste sehr gute Gespräche geführt wurden.
Die Stadt liegt in einem sehr schönen Tal und der Anflug über the Great Salt Lake war beeindruckend. Erste Fotos kann ich noch nicht liefern, ich taste mich technisch erst noch vor. Herzliche Grüße aus der Stadt am Salzsee.














